TENS

= Transkutane elektrische Nervenstimulation

Diese Schmerztherapieform kann als vorbeugende Therapie (Prophylaxe), oder als unterstützende Therapie im Krankheitsfall angewendet werden.

Sie ermöglicht:

- Schmerzfreiheit (im akuten und auch chronischen Fall)

- Fördert Heilungsprozesse, als Unterstützung der primären Therapieform des Therapeuten

- Kann die Leistungsfähigkeit ohne medikamentöse Therapie steigern

- Wirkt prophylaktisch gegen viele Beschwerden

- Unterstützt und ergänzt andere Therapieformen


Gesundheit ist als ein Gleichgewicht zu verstehen, welches immer wieder aufs neue erworben und erhalten werden muss. In unserer heutigen Gesellschaft ist es aber sehr schwierig für uns und unsere Tiere dies zu erhalten. Auf Grund unserer Lebensumstände in einer Konsumgesellschaft werden viele Abläufe, die zeit- und arbeitsintensiv sind, rationalisiert und mechanisiert. Dies hat leider auch schädigende Einflüsse zur Folge.

Die TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulationstherapie) ist eine Schmerztherapie, die einfach und bei korrekter Anwendung nebenwirkungsfrei ist.

Zusätzlich zur schmerzdämpfenden Wirkung, wirkt TENS auch durchblutungssteigernd und muskeltonussenkend. Es werden von Myelin (fettähnliche Substanz) ummantelte Nervenfasern elektrisch stimuliert.

Die schmerzdämpfende Wirkung ergibt sich durch die

- weitgehende Unterdrückung der Schmerzweiterleitung im Rückenmark (Gate Control) und die

- Freisetzung körpereigener Schmerzstiller (Endorphine) durch physiologische Mechanismen

Anwendung, allgemein:

- Schmerzen, hervorgerufen durch Erkrankungen des Bewegungsapparates (Muskel- und Gelenkschmerz)

- Schmerzen bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen

- Neuralgien

- Postoperative Schmerzen

- Frakturschmerz

- Tumorschmerzsyndrome

- Schmerzen nach Sportverletzungen ( Stauchungen, Prellungen, u.ä.)

- Harninkontinenz, etc.

Besonders bei der Behandlung von chronischen Schmerzen hat sich TENS bewährt.

Es gibt verschiedene Arten mit TENS zu behandeln. Sie unterscheiden sich in Impulsdauer und Frequenzintensität.

Welche Art TENS zum Einsatz kommt entscheidet sowohl das Krankheitsbild, als auch das Ziel der Therapie.

Wie bei jeder Therapie hat auch TENS verschiedene Wirkungen und Auswirkungen.

Auf TENS sollte verzichtet werden bei:

- Hautdefekten

- Schmerzen unbekannter Genese

- Herzschrittmacher (Mensch)

Vor einer Anwendung sollte die Art und Form der Behandlung genau mit dem Therapeuten besprochen werden.

Eine ausführliche Anamnese setzt sich vor Therapiebeginn voraus.

Ulrike Schilf, 2007

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