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Diese drei Mittel haben als Auslöser (Causa), oder als Verschlimmerung die Nässe, deshalb werden hier keine weiteren Symptome hervorgehoben !!! Dulcamara Solanum dulcamara, Bittersüß, Bittersüßer Nachtschatten Dulcamara gehört zur Familie der Solanaceae, der Nachtschattengewächse. Toxikologie: Die Beeren enthalten das Gift Solarmarine (Alkaloidgykosid), die einen Cholesteringegenspieler darstellen. Cholesterin hat im Körper die Funktion, die Zelle zu schützen und wird von Dulcamara verdrängt. Je reifer die Beeren werden, desto weniger Gift enthalten sie. Wenn sie aufgenommen werden kommt es zu vielfältigen Vergiftungserscheinungen wie: Durchfall, Koliken, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Krämpfen, etc.. Außerdem wirkt das Gift auch auf das Zentrale Nervensystem mit Lähmungen, Spastiken und Bewusstlosigkeit. Die Tiere zeigen eine große Empfindlichkeit gegenüber Nässe und Kälte. Alle Beschwerden hängen mit einem Erkältungsgefühl zusammen und sind Folgen von Nässe und Kälte, nasser und kalter Witterung, nassen Stallungen, sitzen auf nass-kalten Böden. Denken Sie nur an den Rüden, der sich aufgemacht hat um die läufige Hündin zu besuchen, auch ein kaltes Gewitter auf der Weide kann hier der Auslöser sein. In der Wärme tritt keine Besserung ein. Während der Erkrankung sind die Tiere mürrisch und reizbar machen aber eher einen frostigen Eindruck und haben trotz ihres Kältegefühls Durst auf kaltes Wasser. Guernsey sagt: "An dieses Mittel ist vor allem dann zu denken, wenn eine Erkrankung hervorgerufen oder besonders verschlimmert wird durch den Einfluss feuchten, kalten Wetters oder der Luft, ...". Meist zeigt sich eine Verschlimmerung Nachts, durch Kälte, in Ruhe und durch nasses Wetter. Eine Besserung zeigt sich bei trockenem Wetter und durch Bewegung. Beispiel: · Nach einer Durchnässung kommt es zu einer Erkältung. · Nach einer Erkältung zeigt sich ein steifer Nacken mit Rücken- und Gliederschmerzen · Nach einer Erkältung haben die Tiere eine Blasenentzündung · Klassisch wäre eine Blasenentzündung nach sitzen auf kaltem, feuchtem Boden Nash schreibt: " Dulcamara ist gegen Erkrankungen infolge feuchter Kälte, was Aconitum für die infolge trockener Kälte ist." Natrium sulfuricum Glaubersalz Natrium sulfuricum ist ein gutes Leber- und Gallenfunktionsmittel und zeigt einen starken Bezug zur Feuchtigkeit. Die Beschwerden treten oft plötzlich und in Anfällen auf und verschlimmern sich in feuchter Umgebung. Die Tiere sind stets frostig und werden Nachts nicht warm. Diese Tiere könnten eine Anstellung beim Wetterdienst bekommen, da sie Reaktionen zeigen, kurz bevor das Wetter in Feuchtigkeit umschlägt Sie zeigen also kommenden Regen an. Eine Verschlimmerung kann sich auch bei Nebel einstellen und auch nach der Verabreichung wasserreicher Nahrungsmittel (Mash). Eine Besserung des Zustandes erfolgt bei warmer, trockener Luft. Rhus toxicodendron Dieses Mittel habe ich im Zusammenhang der Unruhemittel schon beschrieben. Bezüglich des Wetters bzw. der Nässe wäre folgendes zu ergänzen: Die Ursache der Erkrankung ist eine Folge körperlicher Anspannung und Erhitzung, auf die eine plötzliche Abkühlung erfolgt, eine Erkältung, eine Durchnässung oder durch Liegen auf nassem Boden. Guernsey sagt hierzu: " Bei allen Erkrankungen oder Beschwerden, ob akut oder chronisch, die aus einer plötzlichen oder vollständigen Durchnässung durch einen Regenschauer resultieren, durch Nasswerden auf jede Art, es können Beschwerden von sehr langer Dauer bestehen, die auf diese Weise verursacht werden." In der Tiermedizin fällt es sehr schwer nach den Ursachen zu behandeln, da sie in der Regel nicht bekannt sind. Pferde sind nicht den ganzen Tag mit bei der Familie, auch bei den Hunden fällt es häufig, auf Grund unserer Lebensumstände, schwer, nachzuvollziehen was die Ursache ist und mal ganz ehrlich, wer achtet schon darauf wie das Wetter war als sich die Erkrankung gebildet hat ?! Meist kommt die Information in einem Nebensatz zu Tage: ".... du es hat fürchterlich gegossen." Vielleicht konnte ich sie hier ein wenig sensibilisieren, dass auch diese Umstände wichtig sind und zur Mittelfindung beitragen können. Vor allem auch das Durstverhalten, (bei Pferden in der Regel nicht zu beurteilen durch die Selbsttränken), das Fressverhalten etc.. Ulrike Schilf, 2007 |